Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Endometriose

Wie schon lange angekündigt möchte ich heute mit einer Serie beginnen zu  Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Endometriose. Ich bin eine leidenschaftliche Köchin, aber auch ein großer Genussmensch, das ich selbst an Unverträglichkeiten leiden könnte, habe ich nie gedacht, das ich so etwas haben könnte, es lag mir so entfernt wie der Nordpol.

Bis ich 2011 einen noch leichten anaphylaktischen Schock hatte, aber schwer genug das es tief Eindruck hinterließ, bei den Menschen die mit mir zum Essen am Tisch saßen. Es war der 2. Urlaubstag alle begannen sich zu entspannen bei gutem Essen und einem Glas Wein, ich nahm den ersten Schluck Weißwein, bekam in sekundenschnelle eine roten Kopf und verlor blitzschnell das Bewusstsein. Dank einer beherzten türkischen Küchenfrau, die mir ein kaltes Wasser übergoss und Antihistaminika kam ich wieder zu Bewusstsein. Doch mir ging es den ganzen Urlaub nicht gut und die Angst, bei welchem Essen kommt dasselbe und würde es diesmal eine Stufe schlimmer ausfallen?

Wieder zu Hause angekommen wurde ich diagnostisch auf den Kopf gestellt und da man keine Lebensmittelallergie herausfinden konnte, wurde vermutetet das das Histaminventil übergelaufen ist durch eine jahrelang unentdeckte Fruktosemalabsorption, die durch eine Atemtest diagnostiziert wurde.

Mein Verdauungsverhalten war durch eine Darmendometriose und die daraus resultierende Darmteilresektion eh nicht mehr wie früher und deswegen dachte ich nie, ich könnte auch noch etwas anderes haben. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und ich, ne, das ist nur etwas für hypochondrische Naturen, war ich geneigt zu spotten.

Grundsätzlich ging es mir vor den Urlaub schon schlecht, ich hatte jahrelang andauernde Kopfschmerzen und eine unendliche Erschöpfung, was ich auf Stress und alles mögliche schob.

Ich suchte mir dann Unterstützung in Büchern und bei einer Ernährungsberaterin die sich intensivst mit dem Thema Unverträglichkeiten beschäftigt hat und mir dabei eine wichtige Regel mit gab sich nicht ins Glashaus zu setzen und unermüdlich auszutesten, was geht und was nicht. Wobei ich zu dem Zeitpunkt nicht vermutete das es einen Zusammenhang mit der Endometriose geben kann, die war zu diesem Zeitpunkt sehr ruhig, die Symptome der Unverträglichkeiten dafür umso heftiger.

In diversen Foren zur Endometriose, wurde das auf einmal so richtig zum Thema als ich das mal in die Runde warf und es war interessant mitzubekommen  das vielen Endometriosefrauen irgendetwas nicht gut bekam. Es beschlich mich der Verdacht das es da einen Zusammenhang geben könnte.

Im Laufe der Zeit stellte sich bei mir auch heraus das ich neben der Fruktose kein Gluten vertrage, als ich auf Empfehlung der Ernährungsberaterin auf die LOGI Ernährung, eine Low carb Ernährungsform umstellte, gab es eine ersten extremen Besserungsschub, ich traute mich aber ohne Notfallset noch nicht aus den Haus und manche Symptome blieben. Da bei LOGI viele komplexe Kohlenhydrate (wie Haferkleie, Johannisbrotkernmehl)  in den Rezepten zu finden sind, war aufgrund meiner zunächst sehr extremen Fruktoseempfindlichkeit immer noch Symptome vorhanden.

Durch lesen und recherchieren stoß ich dann auf die http://www.scdiet.de/  die von einer Mutter mit einem Colitis ulcerosa erkrankten Kind mitentwickelt wurde. Erst als ich somit komplett alle Zucker und komplexen KH aus meiner Ernährung entfernte, begann es mir schon nach den Entlastungstagen schlagartig besser zugehen. Ca. 2 Jahre versuchte ich das konsequent zumachen, immer wieder mit Versuche Getreide hinzuzunehmen, aber das scheiterte immer wieder.

Erst als sich mein Darm von der jahrelangen Fruktosebelastung erholte  konnte ich wieder Getreide ohne Problem zu mir nehmen. Das Stichwort dazu ist Leaky-Gut-Syndrom und Dünndarmfehlbesiedelung.

Letztes Jahr hatte ich ja dann einen massiven Endomtrioserückfall mit tiefinfiltrierender Endometriose an der Blase, in dem Zusammenhang wurde ich klinisch behandelt und in der Uniklinik Erlangen gab es einen Studie und Fragebogen zum Thema Ernährungsverhalten und Problematiken und Endometriose. Darin wurden auch de gängigen Unverträglichkeiten abgefragt, wie Fruktosmalabsorption/Sorbitintoleranz, Laktoseintoleranz, Histaminunverträglichkeit und  Glutenunverträglichkeit und von der Studienbetreuerin wurde mir auch bestätigt das es diese Beobachtung gibt bei Frauen mit Endometriose die Vergesellschaftung mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Auch in meiner anschließenden Reha in Bad Schmiedeberg wurde sehr intensiv auf das Thema eingegangen und mir erneut bestätigt, das an Endometriose erkrankte Frauen mit verschiedensten Unverträglichkeiten zu tun haben, aber auch das Positive wenn ich die entsprechend richtigen Nahrungsmittel zu mir nehme, sich auch die Symptome lindern können.

In der folgenden Blogserie möchte ich die verschiedenen Unverträglichkeiten beschreiben, was versteckt sich hinter welcher Unverträglichkeit und welche Möglichkeiten gibt es damit umzugehen

Mein Wissen habe ich mir durch alle mögliche Quellen erworben, hilfreich war mir dieses Forum Libase . Aber vorsichtig oft befinden sich Menschen in diesen Foren, die im Glashaus sitzen und irgendwie nur noch Hühnchen und Reis essen können, das kann es aber nicht sein. Eine gute Entwicklung bei Unverträglichkeiten ist es stetig die Toleranz zu steigern und mit der Zeit zu wissen was gar nicht geht, was kickt mich absolut ins aus. Auch als Mensch mit Fruktosemalabsoption ist das Ziel wieder Gemüse und auch gewissen Obstsorten genießen zu können.

Weitere sehr informationsreiche Websites sind:

Welche Bücher haben mir dabei geholfen?

  • Hereditäre Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption  von Martin Sacherl
  • Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit von Reinhard Jarisch
  • Wenn Brot und Getreide krank macht von Dr. Maximilian Ledochowski
  • Wegweiser Nahrungsmittel-Intoleranzen von Dr. Maximilian Ledochowski
  • GU Kompass Nahrungsmittel-Intoleranzen von Doris Fritzsche
  • Darm mit Charme von Giula Enders
  • Diät bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa von Elaine Gottschall

Das sind nur die wichtigsten Bücher, ich habe unzählige gelesen. Der wichtigste Ratgeber seit ihr euch selbst auf euer Bauchgefühl hören, was tut mir gut und was eher nicht und es ist auch nicht immer die Ernährung, es gibt so viele Faktoren die noch eine Rolle spielen.

Wie esse ich heute ?

Der Schwerpunkt liegt auf Low carb in allen seinen Varianten, Süßungsmittel nur fruktosearm.  Ist mein Darm in Dysbalance durch Antibiotika, dann hilft mir immer wieder eine SC Diet Phase um wieder in die Spur zu kommen.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Uta sagt:

    Vielen Dank für Deine Informationen. Ich esse vegan, seit 10 und habe manche Unverträglichkeiten. Diese Sc Diät, geht die denn auch vegan? Ich verstehe es so, dass diese Hühnerbrühe sehr ichtig ist, aber mir sträubt sich alles 😦 … und ich merke, dass ich noch irgendwas machen sollte …. ich habe eine Autoimmunerkrankung und es wird eher nicht besser 🙂
    ♥liche Grüße

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